Kundenmagazin KölnTakt

Titelbild Ausgabe Juli 2026

Gemeinsam gegen die Hitze

KVB ergreift Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden und Kunden – Tipps für Fahrgäste

Petrus meinte es diese Woche gut mit uns: Seit dem vergangenen Wochenende sind die Temperaturen wieder auf erträgliche Werte gesunken. Aufatmen allerorten. Die erste Monatshälfte im Juli war brutal – zumindest für viele Menschen in unseren Fahrzeugen. Das gilt für Fahrgäste und Fahrpersonal gleichermaßen.

Warum das so ist, ist inzwischen weithin bekannt: Fahrzeuge, von denen viele 30 bis 40 Jahre alt sind und keine Klimaanlage haben, sich auch nicht nachrüsten lassen (siehe hierzu den Blog:Von Klimaanlagen und Saunabahnen). Nur rund 50 Prozent der Bahnen im Bestand haben eine Temperieranlage, die die Luft um etwa drei bis sechs Grad herunterkühlen kann. Wären die bestellten Niederflurfahrzeuge NF6/12- von der Firma Alstom termingerecht ausgeliefert worden, sähe die Bilanz deutlich besser aus: Wir hätten dann heute bereits 83 Fahrzeuge mehr, die mit deutlich besseren Klimaanlagen ausgestattet wären. Der Anteil der Stadtbahnen mit Temperier- oder Klimaanlagen läge im Niederflurbereich dann bereits bei rund 80 Prozent. Die Busflotte ist insgesamt neuer und moderner: Von rund 300 Bussen haben 225 eine Klimaanlage. Das sind immerhin 75 Prozent.

Wasser, Eis und angepasste Dienstlängen

 

Auch das hilft aber nur bedingt weiter: Klimaanlagen haben es im Öffentlichen Nahverkehr schwer: Alle paar Minuten öffnen sich die Türen, viele Menschen strahlen Wärme aus, Stadtbahnen mit großen Scheiben, die vor allem oberirdisch fahren und auch Busse heizen sich schnell auf. Mit diesen Gegebenheiten müssen wir aktuell klar kommen – ob es uns gefällt oder nicht. Darüber hinaus können wir versuchen, mit zus&aum;tzlichen Maßnahmen ein bisschen Erleichterung zu schaffen.

Das machen wir auch: Steigen die Temperaturen über 30 Grad, wird an alle Mitarbeitenden im Fahrdienst gekühltes Wasser und Stangeneis verteilt. Zusätzlich befinden sich an allen Standorten (Aufenthaltsräumen etc.) Wasserspender mit Sprudelwasser und stillem Wasser. Zum Abfüllen haben die Mitarbeitenden entsprechende Flaschen erhalten. Auch für Fahrgäste finden unregelmäßig an warmen Tagen Wasserverteilaktionen statt, zum Teil werden Fächer ausgegeben. Zusätzlich setzen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten angepasste Dienstlängen um, so dass die Kolleginnen und Kollegen keine langen Einsatzzeiten auf besonders von der Hitze betroffenen Strecken oder Fahrerständen haben.

Natürlich geht das nicht immer und überall, daher sollten die Fahrgäste selbst auf jeden Fall Wasser dabei haben, wenn sie unterwegs sind, und ausreichend trinken. Trotz Ess- und Trinkverbot sind nichtalkoholische Getränke in fest verschließbaren Flaschen in Bussen und Bahnen ausdrücklich erlaubt. Außer Fächern helfen auch Kühlpads, die man sich – so raten es Ärzte – mit einem Tuch umwickelt auf die Halsschlagader hält.

Aufkleber weisen auf klimatisierte Fahrzeuge hin

Symbol für klimatisierte Fahrzeuge

Wenn die Bahn ohnehin bereits sehr voll ist, ist es manchmal besser, auf den nächsten Zug zu warten. Mit etwas Glück kommt ein Fahrzeug, das rechts oben an der Tür einen Schneeflocken-Aufkleber hat. Das bedeutet: Diese Bahn ist temperiert oder klimatisiert. Das trifft auf die Modelle der Serien 2400, K4500, K5100, K5200 und die neuen 5300er-Fahrzeuge (HF6) zu. Die Nummern sind an der Fahrzeugfront, mittig an der Fahrzeugseite und am Heck aufgedruckt. Damit möglichst viele Fahrgäste die Chance haben, eine klimatisierte Bahn zu erwischen, werden auf den hauptsächlich oberirdischen verkehrenden Niederflurlinien inzwischen klimatisierte und nicht-klimatisierte Einzelwagen der Serie K4000 und 4500 zu Doppeltraktionen gekoppelt. Nach einem Fahrerstandwechsel hat auch der Mitarbeitende aus dem Fahrdienst zumindest auf dem Hin- oder auf dem Rückweg einen temperierten Arbeitsplatz.

Wer mit einer der temperierten oder klimatisierten Bahnen fährt, sollte es tunlichst unterlassen, mit einem Vierkantschlüssel die Kippfenster zu öffnen, da die Klimaanlagen dann endgültig nicht mehr gegen die einströmende warme Luft ankommen. Das gilt natürlich genauso für das Öffnen von Fenstern in klimatisierten Bussen. Kontraproduktiv ist es ebenfalls, die Sonnenschutzfolien abzuknibbeln, die die KVB erst vor Kurzem auf die Scheiben geklebt hat, denn auch sie tragen dazu bei, die Temperatur in den Bahnen um zwei bis drei Grad zu senken. Auf Strecken, die ausschließlich (Linie 7) oder überwiegend (Linie 13) oberirdisch verkehren und die sich extrem aufheizen, werden daher bei hohen sommerlichen Temperaturen vorzugsweise klimatisierte Fahrzeuge eingesetzt.

„Was machbar und finanzierbar ist, werden wir realisieren“

 

Die zunehmende Anzahl von Hitzeperioden erfordert zusätzliche Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden, Fahrgästen und kritischer Infrastruktur sowie zur Sicherstellung eines stabilen Betriebs. Die KVB arbeitet daher an einem Hitzeschutzkonzept, um die organisatorische und technische Resilienz bei Extremwetterlagen zu erhöhen. In diesem Zusammenhang hat die Unternehmensleitung die Mitarbeitenden dazu aufgerufen, weitere Vorschläge einzureichen, wie die Situation bei Hitzeereignissen verbessert werden kann. Es gingen mehr als 100 Vorschläge ein, die von Hitzeschutzwesten bis hin zu Hitzedienstplänen reichen. Die Ideen werden aktuell ausgewertet und auf Umsetzbarkeit geprüft. „Was machbar und finanzierbar ist, werden wir realisieren“, verspricht der Vorstandsvorsitzende der KVB, Marcel Winter. „Wir müssen den geänderten Klimabedingungen Rechnung tragen und das werden wir auch tun.“ Wie genau diese Maßnahmen aussehen, darüber werden wir in kommenden Ausgaben berichten.

Gudrun Meyer

Lieblingsbusfahrerin bei der KVB

KVB-Fahrerin als „Alltagsheldin“ geehrt

Rafaela Stanke war beim bundesweiten Wettbewerb „LieblingsbusfahrerIn“ erfolgreich

Ein schöner Erfolg für die KVB beim bundesweiten Wettbewerb „LieblingsbusfahrerIn“: Unter mehr als 3000 Einsendungen wählte die Jury KVB-Fahrerin Rafaela Stanke unter die Top 30. Bei dem Wettbewerb konnten Fahrgäste ihre persönlichen Buserlebnisse schildern und ihren Lieblingsfahrer oder ihre Lieblingsfahrerin nominieren. Insgesamt gingen Einsendungen zu neun Mitarbeitenden der KVB ein.

„Damit hatte ich nie im Leben gerechnet“, sagt die 57-Jährige. „Ich habe vor Freude geweint, als ich von der Nominierung erfahren habe. Das ist für mich ein kleiner Ritterschlag.“ Rafaela Stanke, ausgebildete Zahnarzthelferin, ist im zwölften Jahr als Busfahrerin bei der KVB. Sie ist nach ihren eigenen Worten „sehr glücklich“ in ihrem Job. „Ich bin mein eigener Kapitän, bin jeden Tag in einem anderen Viertel unterwegs und lerne sehr viele, zum Teil sogar prominente Menschen kennen“, berichtet sie aus ihrem Arbeitsalltag. Dafür nimmt sie auch 150 Kilometer Hin- und Rückfahrt von ihrer Wohnung im Westerwald zum Dienst in Köln in Kauf. „Ich habe viel Spaß im Job, und das möchte ich die Fahrgäste auch spüren lassen“, sagt Rafaela Stanke. Durch Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft „und auch mal einen lockeren Spruch“. Das gelingt ihr offenbar so gut, „dass ich immer mal wieder Blumen, Pralinen oder ähnliches geschenkt bekomme.“

„Sie ist immer gut drauf, quietschvergnügt und lacht herzergreifend“

 

Der Fahrgast, der seine Erlebnisse mit Rafaela Stanke eingereicht hat, schildert mehrere Situationen, in denen sie sich ihren Fahrgästen gegenüber stets hilfsbereit, geduldig und freundlich verhalten hat: „Sie ist immer gut drauf, quietschvergnügt und lacht herzergreifend“, heißt es abschließend in der Einsendung.

KVB-Vorstandsvorsitzender Marcel Winter freut sich über die Auszeichnung für die Kollegin: „Das ist eine verdiente Anerkennung für die tägliche Arbeit von Rafaela Stanke. Die Kolleginnen und Kollegen, die draußen unterwegs sind, prägen ganz maßgeblich das Erscheinungsbild und das Image unseres Unternehmens. Rafaela Stanke ist da ein absolutes Vorbild, aber gleichzeitig auch Beispiel für viele Menschen, die im #TeamHerzschlag arbeiten.“

Der Wettbewerb „LieblingsbusfahrerIn“ ist eine gemeinsame Initiative von Fahrgastverband PRO BAHN, DB Regio, dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Die Initiatoren erhoffen sich eine stärkere Anerkennung der Leistungen der rund 100.000 Busfahrerinnen und Busfahrer in Deutschland und einen Imagegewinn für den Beruf.

Die Ehrung und Preisverleihung findet im Oktober in Berlin statt.

Vielfältige Herausforderungen für Fahrerinnen und Fahrer

 

Für Rafaela Stanke und ihre Kolleginnen und Kollegen am Lenkrad eines Busses sind die Herausforderungen vielfältig. Großstadtverkehr, Falschparker, Baustellen – die Hupe bis zum Anschlag malträtieren, rumbrüllen und wildes Gestikulieren sind jedoch keine adäquaten Reaktionen.

„Mich bringt nichts aus der Ruhe“, sagt Busfahrerin Monika Diefenthal und strahlt dabei tiefe Gelassenheit aus. Früher, als sie noch für ein Busunternehmen tätig war, hat sie Fahrgäste nach München, Prag oder Paris gefahren und während der Fahrt auch Musikwünsche entgegengenommen. Jetzt fährt sie die Menschen durch Köln. Neben den Verkehrsregeln gilt für sie weiteres Gebot: Freundlichkeit. „Die zahlt sich meistens aus“, stellt sie fest.

Etwa 900 Menschen gehören bei der KVB zum Fahrpersonal für die Busse. Das Streckennetz umfasst zwölf Stadtbahn- und 70 Buslinien. „Wenn ich eine Linie länger nicht gefahren bin, mache ich mich vorher nochmal mit der Strecke vertraut. Das gehört zum Job dazu“, sagt Diefenthal. Denn Navigationsgeräte und entsprechende Handy-Apps sind für das Fahrpersonal tabu.

Busfahhrerin Diefenthal

Für einen Blogbeitrag haben wir Diefenthal bei einer ihrer Schichten begleitet. Sie sitzt am Steuer eines Gelenkbusses, 18 Meter lang und rund 2,50 Meter breit. Auf der Widdersdorfer Straße verschwenkt die Fahrbahn plötzlich auf den Gehweg – eine neue Baustelle. „Das wird interessant“, sagt Diefenthal.

Den ganzen Blogbeitrag finden Sie hier: Ob München oder Marsdorf – Hauptsache freundlich bleiben

Matthias Pesch und Thorsten Moeck

Verkehrsminister Krischer (links) übberreicht die Urkunde an Marcel Winter

Erneuerung mit staatlicher Hilfe

Bauarbeiten von Deutz bis Bensberg gehen Mitte August in die dritte Phase

Durch die finanzielle Unterstützung von Bund und Land können umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen im Bestandsnetz der KVB realisiert werden. Am 13. Juli erhielt die KVB 81,8 Millionen Euro für umfassende Gleiserneuerungen, Investitionen in die Barrierefreiheit an Haltestellen und die Bahnstromversorgung. Landesverkehrsminister Oliver Krischer überreichte hierzu, auch im Namen der Bundesregierung, insgesamt drei Zuwendungsbescheide an Marcel Winter, den Vorstandsvorsitzenden der KVB. Damit erhält die KVB die größte Summe im Rahmen der aktuellen Übergabe von Förderbescheiden. Insgesamt sieben Verkehrsunternehmen und eine Kommune wurden mit einem Gesamtvolumen von 196 Millionen Euro bedacht.

Mit Investitionen in Gleise, Haltestellen und Bahnstromanlagen treiben Bund und Land die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen voran. Die nun bewilligten Fördermittel ermöglichen es der KVB, Investitionen von rund 149 Millionen Euro zu tätigen. Der Eigenanteil des Unternehmens beträgt dabei rund 67 Millionen Euro.

Schieneninfrastruktur wird instand gesetztIn Brück werden u.a. Schienen,
Schwellen und Weichen erneuert.

Geld fließt in Gleiserneuerungen, Anzeiger und neue Rolltreppen

 

Die KVB wird das Geld in rund 70 Einzelmaßnahmen investieren, wie zum Beispiel die Gleiserneuerungen mit Grüngleis auf den Ringen, die Erneuerung von Unterwerken, Schalthäusern und Verkabelungen im gesamten Stadtgebiet, die Erneuerung von Großflächen- und Sonderanzeigern, die Sanierung von Bahnsteigen, der Austausch von 34 Rolltreppen, die Gleiserneuerung der Zulaufstrecke zum Betriebshof Merheim sowie der Austausch von 18 Masten der Oberleitungsanlage entlang der Linie 1 im Bereich Kippekausen.
Minister Krischer betonte, dass „die Erneuerung der kommunalen Schiene eine zentrale Aufgabe ist. Ich danke den Verkehrsunternehmen und Kommunen für die bereits geleistete Arbeit.

Mit dieser Förderung unterstützen wir sie dabei, den Nahverkehr leistungsfähiger zu machen.“ Marcel Winter erwiderte den Dank: „Nur mit der Unterstützung von Bund und Land können wir die notwendigen Maßnahmen für die Qualitätssicherung des Schienenverkehrs durchführen. Das Zusammenwirken von KVB, Bund, Land und Zweckverband go.Rheinland ist ein Beispiel dafür, wie gemeinsam im Sinne der Fahrgäste gehandelt werden kann.“

Fahrgäste und Anwohner müssen aktuell Einschränkungen hinnehmen

 

Aktuell baut die KVB entlang der Stadtbahn-Linie 1 im Rechtsrheinischen. In Brück, Refrath und Bensberg sind die Baumaschinen angerückt, um Schienen, Schwellen, Weichen, Oberleitungsanlagen, Kommunikations-, Signal- und Sicherungstechnik zu erneuern. Im Bereich Hoppekamp werden umfangreich Rigolen zur Wasserversickerung eingebaut, im Bereich Kippekausen findet – bereits seit dem Frühjahr – eine Erneuerung der Oberleitungsanlage statt. Im Bensberger Tunnel wird eine Betonsanierung durchgeführt. Saniert wird auch die P&R-Anlage in Bensberg. Die P&R-Anlage in Brück erhält eine neue Verkabelung für die Beleuchtungsanlage und dient als Baueinrichtungsfläche.

Ab dem 14. August wird auch in Merheim die Zulaufstrecke zum dortigen Betriebshof erneuert werden. Einige dieser Maßnahmen werden durch die oben beschriebene Förderung von Bund und Land mitfinanziert – die Auflistung von beispielhaft genannten Maßnahmen zeigt es.

Für die Fahrgäste bedeutet das Einschränkungen im Komfort ihrer Mobilität, zumal die Stadt Köln auch eine Sanierung und Modernisierung in der U-Bahn-Station „Bahnhof Deutz/Messe“ durchführt, ein Hochwasserschott am Tunneleingang der U-Bahn an der Mindener Straße einbaut und – zusammen mit der KVB – auf der Deutzer Brücke Erneuerungen durchführt.

Stadtbahn-Linien 3 und 4 als Alternativen

 

Die Fahrgäste müssen sich mehrfach umstellen, Ersatzbusse sowie die Stadtbahn-Linien 3 bzw. 4 nutzen und mehr Zeit einplanen. Für die Anwohnerschaft bedeuten die Baumaßnahmen zum Teil Lärm, Staub und Umwege. Doch die Maßnahmen dienen einem stabilen, sicheren und komfortablen Stadtbahnverkehr, sie dienen somit vor allem den Menschen in den Stadtteilen vor Ort.

Am 14. August gehen die gebündelten Baumaßnahen in ihre dritte Phase. Der Bereich Merheim kommt dann als Baustelle hinzu. Hier wird das sogenannte „Merheimer Dreieck“, mit dem die Zulaufstrecke des dortigen KVB-Betriebshofs mit der Strecke der Linie 1 verbunden ist, erneuert. Dann ändert sich die Linienführung des Ersatzbusses 101 entlang der Linie 1. Die Stadtbahnen der Linie 1 fahren dann zwischen Bensberg und dem Heumarkt nicht. Doch zum Beginn des Schuljahres am 3. September sollen alle Arbeiten erledigt sein.

Detaillierte Infos zur aktuellen betrieblichen Lage finden Sie in der Pressemitteilung vom 17.7.2026.

Stephan Anemüller

Designentwurf des bestellten Stadtler-Stadtbahn

Planungssicherheit für die KVB

Stadtrat beschließt Ergebnissicherungskonzept – Investitionen in die Mobilitätswende gesichert

Der Kölner Stadtrat hat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause das so genannte Ergebnissicherungskonzept (ESK) verabschiedet: ein umfangreiches Maßnahmenpaket, mit dem die Stadt und der Stadtwerke-Konzern mit seinen Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine langfristige und tragfähige Finanzierungsbasis für die Daseinsvorsorge in Köln schaffen. Durch diese Entscheidung sind die Stadtwerke in der Lage, bis 2035 rund zwölf Milliarden Euro in die verschiedenen Infrastrukturen wie etwa das Glasfasernetz, Flusswärmepumpen oder neue Stadtbahnwagen zu investieren.

„Wir sind froh und dankbar, dass der Rat das Ergebnissicherungskonzept verabschiedet hat“, so KVB-Vorstandsvorsitzender Marcel Winter. „Es ist das Ergebnis einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Stadt und Stadtwerken, mit der wir die Daseinsvorsorge in Köln in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten sicherstellen. Für die KVB bedeutet das: Wir haben Planungssicherheit und werden die Mobilitätswende in Köln und der Region weiter vorantreiben.“

Was heißt das konkret:

  • • → Die Investitionen in die Modernisierung der Fahrzeugflotte sind gesichert und damit auch die Rückkehr zum Normalfahrplan.
  • • → Der Fertigstellung der weit fortgeschrittenen Stadtbahn-Ausbauprojekte steht nichts mehr im Weg: Nord-Süd-Stadtbahn, Ost-West-Achse, Kapazitätserweiterung auf den Linien 4, 13 und 18, die Herstellung der Barrierefreiheit auf der Linie 13 und die Stadtbahn Süd nach Rondorf und Meschenich.
  • • → Im Zuge der Optimierung des Busangebots wird es lediglich eine geringfügige Reduzierung der Busleistung um 0,5 Prozent geben. Einzelheiten dazu werden im Vorfeld des nächsten Fahrplanwechsels kommuniziert. Weitergehende Einschnitte in das Fahrplan-Angebot wird es nicht geben.
  • • → Bis 2030 muss die KVB eine Ergebnisverbesserung von zehn Millionen Euro erreichen.

„Wie wir diese Ergebnisverbesserung erreichen, das wird der Schwerpunkt unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein“, betont Marcel Winter.

Matthias Pesch

Projektverantwortliche Helmut Albrecht (links) und Andreas Kolzem

Mehr Respekt im Alltag

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die „Fairness Scouts“:
Schülerinnen und Schüler, die das Miteinander in Bussen und Bahnen verbessern sollen

Der Startschuss fiel im Jahr 2004. Damals wurden die ersten Fahrzeugbegleiter – 2024 erfolgte die Umbenennung in Fairness Scouts – am Heinrich-Mann-Gymnasium in Weiler ausgebildet. Was klein begann, ist heute stadtweit etabliert: Aktuell sind Helmut Albrecht Foto links) und Andreas Kolzem, die das Projekt bei der KVB leiten, an 20 Schulen in Köln aktiv und stehen mit Lehrern, Schulleitungen und der Polizei im ständigen Austausch. Mehr als 7.000 Jugendliche haben sie in den vergangenen Jahrzehnten ausgebildet.

Fairness Scouts sind Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse, die sich freiwillig engagieren und Verantwortung für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler übernehmen. Sie sorgen ehrenamtlich dafür, dass der Schulweg, besonders in Bahnen und Bussen, friedlicher und problemloser abläuft. Sie versuchen z.B. durch Hinweise den Ein- und Ausstieg zu beschleunigen, aufkommenden Streit unter gleichaltrigen Mitschülern zu schlichten oder Hilfestellung für Menschen mit Behinderungen zu geben. Interessierte Mädchen und Jungen werden von der KVB in Kooperation mit der Polizei in einer rund 20-stündigen Ausbildung vorbereitet.

Lehrer Marcus Schütz (links) und Schüler Kaj Sajewski

Einer der 7.000 Schülerinnen und Schüler, die zu Fairness Scouts ausgebildet wurden, ist Kaj Sajewski (kleines Foto rechts). Er besucht die 8. Klasse auf dem Kaiserin-Augusta-Gymnasium am Waidmarkt. Das Training mit den Kollegen der KVB hat ihm großen Spaß gemacht. „Vor allem die praktischen Übungen im Bus waren richtig gut. Wir haben gelernt, das eigene Verhalten zu hinterfragen.“ In Zukunft will er verstärkt Gleichaltrige auffordern, bei Ein- und Ausstieg alle Türen zu nutzen oder sich nach dem Einstieg mehr in der Bahn zu verteilen. Als Lehrer begleitet Marcus Schüritz das Projekt. Er ist selbst täglich in der Linie 16 unterwegs. „Es ist allgemein eine gewisse Verrohung der Gesellschaft bemerkbar. Das betrifft natürlich nicht nur die KVB, aber umso wichtiger sind Aktionen, die dafür werben, wieder mehr auf die Mitmenschen zu achten.“

Helge Neumann

Mitarbeiter der KVb mit Solarmodulen

Prüfung bestanden

KVB erneut nach EMAS-Standard im Klima- und Umweltschutz zertifiziert

Die KVB hat nach der erfolgreichen Revalidierung ihre Umwelterklärung 2026 präsentiert. Die Erklärung weist unter anderem verschiedene Kernindikatoren aus: So arbeitet die KVB mit einem Energieverbrauch von 0,19 Kilowattstunden (kWh) je Personen-Kilometer (Pers-km) energieeffizient und verbraucht lediglich 0,05 Liter Wasser je Pers-km. Durch das gesamte Unternehmenshandeln fallen lediglich 6,69 Gramm Abfall je Pers-km an. Immerhin fast 403.900 Quadratmeter (m2) Fläche der insgesamt knapp 970.600 m2 sind naturnah gestaltet. Die öffentlichkeit achtet vor allen auf die Emissionen in die Luft: Die KVB emittiert insgesamt 19,86 Gramm Kohlendioxid (CO2) und 0,02 Gramm Stickoxide (NOx) je Pers-km.

Bemessungsgrundlage für die Ermittlung dieser Kernindikatoren ist die Anzahl der Fahrgäste und die Verkehrsleistung in Personen-Kilometer. Im Jahr 2025– dem jetzt geprüften Jahr – waren es insgesamt 237,50 Millionen Fahrgäste und 1.256,00 Personen-Kilometer.

Bereits seit 1998 wendet die KVB mit ihrem Umweltmanagementsystem den EMAS-Standard an (EMAS = Eco-Management and Audit-Scheme). Damit war das Unternehmen seinerzeit eines der ersten Verkehrsunternehmen, das sich für diesen hohen Standard zur umwelt- und klimafreundlichen Ausrichtung des Unternehmenshandeln entschieden hat. Hierdurch werden die Abläufe in allen Bereichen kontinuierlich verbessert. Zudem wird sichergestellt, dass die umwelt- und klimarelevanten Gesetze und Verordnungen eingehalten werden. Basis für EMAS sind die Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 sowie den Änderungsverordnungen (EG) 2017/1505 und (EG) 2018/2026.

Die Revalidierung erfolgt jährlich und konnte auch in diesem Jahr mit dem positiven Testat des externen Gutachters der KPMG Cert GmbH abgeschlossen werden.

Interessenten erhalten die Umwelterklärung 2026 über eine E-Mail an Stephan Anemüller@kvb.koeln

Stephan Anemüller

KurzTakt

Kölner Lichter:
Seilbahn fährt bis in die Nacht

Am 1. August 2026 findet das große Höhenfeuerwerk der Kölner Lichter statt. Die Kölner Seilbahn bietet eine besondere Möglichkeit – vor und nach dem Feuerwerk – das Treiben an den beiden Rheinufern und im Rheinpark mit einem Premiumblick zu erleben. Der Betrieb der Seilbahn endet nicht, wie an normalen Tagen, bereits um 18 Uhr, sondern wird zunächst bis 22 Uhr verlängert (letzter Einstieg um 21.45 Uhr). Von 22.15 Uhr bis 23.30 Uhr findet dann eine geschlossene Veranstaltung statt. Zwischen 23.30 Uhr und 0.15 Uhr können noch einmal alle an den Stationen „Zoo“ und „Rheinpark“ einsteigen. Es gelten die normalen Fahrpreise.

Seilbahn verzeichnet in laufender Saison gute Nachfrage

Die Kölner Seilbahn bewegt sich bisher in einer guten Saison. Im ersten Halbjahr – also bis einschließlich des 30. Juni – konnten rund 198.000 Fahrten verzeichnet werden. Saisonstart war am 12. März. Die Fahrt mit den historischen Gondeln über den Rhein dauert je Richtung rund sechs Minuten. Weitere Nachtfahrten finden mit der „Kölner Nacht der Seilbahn“ am 29. August, der Nachtfahrt zu „Indian Summer“ am 12. September und als „Herbstnachtfahrt“ am 17. Oktober statt.

Weitere Informationen unter www.koelner-seilbahn.de.

- STA -

Spende an den Verein KIDsmiling

Ebenfalls über eine Spende von 500 Euro konnte sich der Verein KIDsmiling freuen.

Die Summe stammt aus der Beteiligung der KVB am Fan- und Familienfest anlässlich des DFB-Pokalfinales der Frauen, das Mitte Mai am RheinEnergieSTADION stattfand. Am Stand der KVB konnten die Besucherinnen und Besucher einen Plüschbaubiber und einen Plüschbus kaufen.

Spendenübergabe an KIDsmilingSpendenübergabe an KIDsmiling

Der Verein KIDsmiling bietet seit 23 Jahren Kindern und Jugendlichen offene Fußballtrainings in den Veedeln an. Zudem werden mit dem Sommer-Cup und Winter-Cup jährlich zwei Fußballturniere durchgeführt. Hierdurch gelingt es, zum Beispiel junge Menschen mit Migrationshintergrund zu integrieren. Auch werden Hilfestellungen auf dem Weg zur Ausbildung und bei anderen Fragestellungen gegeben.

Neben den Fußball-Aktivitäten finden auch Kochworkshops statt, mit denen zum Beispiel die Bedeutung von gesunder Ernährung vermittelt wird. Die niederschwelligen Angebote von KIDsmiling ermöglichen persönliche Bindungen, häufig werden die Trainer/innen auch Mentor/innen der Kinder und Jugendlichen. Die Spende der KVB kommt der vielfältigen Arbeit des Vereins zugute. KIDsmiling finanziert sich überwiegend aus Spenden, mit denen zum Beispiel Bolzplatz-Patenschaften möglich sind.

Weitere Informationen unter www.kidsmiling.de.

- STA -

KVB unterstützt
soziales Engagement

Eine Spende in Höhe von 500 Euro konnte Projektleiterin Marion Densborn kürzlich an den Verein Serve the City Köln übergeben. Das Geld stammt aus der Beteiligung der KVB am diesjährigen Kölner Familienlauf. Der Lauf fand Ende Mai am RheinEnergie-STADION statt. Am Stand der KVB konnten die Besucherinnen und Besucher einen Plüschbaubiber und zwei unterschiedliche Fächer kaufen.

Die Spende kommt der Unterstützung ehrenamtlichen Engagements zugute. Serve the City Köln startete 2024. Der Verein, mit einer Anlaufstelle in der Luxemburger Straße 273 gegenüber der KVB-Haltestelle „Sülzburgstraße“, koordiniert verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten. Hier können sich Einzelpersonen und Gruppen melden, die zum Beispiel Bäume pflanzen, sich in der Kinderbetreuung engagieren oder auch Geflüchteten bei der Integration helfen wollen. Der Verein selbst arbeitet in eigenen Projekten sowie mit anderen Organisationen zusammen. Das Angebot ist insbesondere auch für Ehrenamtler interessant, die sich nicht fest an Organisationen binden wollen. Ausländische Ehrenamtler finden die Möglichkeit, sich in deutsch- und englischsprachigen Gruppen zu engagieren.

Weitere Informationen unter www.servethecity.koeln.

- STA -

KVB-Rad Spitze in Europa

Das KVB-Rad ist weiterhin auf Erfolgskurs. Im ersten Halbjahr dieses Jahres gab es insgesamt rund 2,88 Millionen Ausleihen. Dabei wurde mit den rund 550.000 Fahrten im Juni bereits ein neuer Monatsrekord erreicht. Im Durchschnitt werden die KVB-Räder sieben Mal am Tag ausgeliehen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 fanden 5,23 Millionen Fahrten mit den Leihrädern statt. Damit könnte die Nachfrage 2026 die des Vorjahres übertrumpfen, so wie es in den Jahren zuvor auch immer geschah.

Auch der Vergleich des KVB-Rades mit anderen Städten in Europa ist spannend. Die KVB arbeitet bei diesem Mobilitätangebot mit dem international tätigen Unternehmen nextbike zusammen. Unter den Städten, in denen nextbike aktiv ist, belegt Köln den Spitzenplatz. In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) liegen die 2,88 Millionen Ausleihen des ersten Halbjahres 2026 mit Abstand über der Nachfrage in Berlin und Dresden, die im Ranking die Plätze 2 und 3 belegen. Und auch mit Blick auf ganz Europa nimmt Köln die Spitzenposition vor Warschau und Berlin ein.

KVB-Rad Nutzer unterwegs

Stationsnetz wird ausgebaut

Wer einmal zu Spielen des 1. FC Köln über die Aachener Straße gefahren ist, wird dort in Höhe Militärring eine Ansammlung von 50 bis 60 KVB-Rädern gesehen haben. Immer wenn der Ball rollt, kommen die Räder dort zum Stehen. Ein eindeutiges Zeichen, das auf den Bedarf an weiteren Stationen hinweist. Aber auch sonst wärmen sich Sporttreibende gerne auf dem Weg zur Sporthochschule, zum Sportpark Müngersdorf oder zum Stadionbad mit KVB-Rädern auf.

Deshalb wurden kürzlich fünf weitere Stationen am Sportpark und Stadion eröffnet. Am Olympiaweg und an der Junkersdorfer Straße können nun jeweils an zwei Stationen KVB-Räder abgegeben und ausgeliehen werden, an einer weiteren am Marathonweg. Zudem wurde am Stadionbad eine Station des KVB-Rades eröffnet. Dies basiert auf einer Kooperation der KVB mit ihrem Schwesterunternehmen KölnBäder

- STA -

Impressum für das Kundenmagazin KölnTakt

Kundenmagazin der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, KVB Unternehmenskommunikation, Scheidtweilerstraße 38, 50933 Köln

Verantwortlich: Matthias Pesch
Redaktion: Stephan Anemüller, Gudrun Meyer, Thorsten Moeck, Helge Neumann, Matthias Pesch, Dirk Rosin, Christian Seiter

Fotos: Stephan Anemüller, Costa Belibasakis, büro+staubach berlin, Almut Elhardt/bildschoen, Thorsten Moeck, Christian Seiter

 

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