Kundenmagazin KölnTakt

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Das innovative Messfahrzeug wird ab dem Frühjahr die Unterhaltung
und Erneuerung der Schieneninfrastruktur verbessern

Für eine noch effizientere Unterhaltung und Erneuerung der Stadtbahninfrastruktur hat die KVB in ein neues Messfahrzeug investiert. Dieses innovative Fahrzeug wurde zusammen mit der Firmengruppe Goldschmidt (Deutschland, Schweden und Polen) entwickelt und erstmals im Herbst vergangenen Jahres auf der Weltleitmesse Innotrans in Berlin vorgestellt. Basis bildet ein MAN-Lastkraftwagen, der sowohl auf Schienen als auch auf Straßen fahren kann. In dieses Fahrzeug wurde eine Reihe unterschiedlicher Messsysteme integriert, mit denen unter anderem der Zustand der Schienen, Schwellen und Schienenbefestigungen, aber auch die Höhe der Bahnsteigkanten und der Fahrdrähte an den Oberleitungsanlagen erfasst und dokumentiert werden können.

 

Erste Erprobungsfahrten im zweiten Quartal

Aktuell werden die einzelnen Messsysteme feinjustiert und integriert, die ersten Erprobungsfahrten im KVB-Netz sind für das zweite Quartal dieses Jahres geplant. Das Fahrzeug fährt mit 30 km/h über die Schienenwege. Dabei werden die relevanten Parameter teilweise im Abstand weniger Zentimeter gemessen und durch Kameras fotografiert. Eine mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeitende Software findet in den Bildern zuvor definierte Bauteile und bewertet deren Zustand. So werden zum Beispiel Risse in den Schwellen oder verrostete Schienenbefestigungen gefunden.

Ein 16-Kanal-Wirbelstromsystem erfasst Oberflächendefekte in den Schienen. Hierbei wird ein elektromagnetisches Feld aufgebaut. Hat die Schiene einen Fehler in der Oberfläche, ändert sich das Feld, so dass auch kleine Schäden bereits im Anfangsstadium erkennt werden können.

 

Scanner erfasst Höhenunterschiede

Auch werden mit einem Bahnsteigscanner Höhenunterschiede zwischen Fahrzeugböden und Bahnsteigoberflöchen erfasst, die für einen barrierefreien Ein- und Ausstieg der Fahrgäste von Bedeutung sind. Ebenso wird die Lage der Schienen im Gleisbett und zueinander gemessen. Hiervon hängen unter anderem der Fahrkomfort und Entgleisungssicherheit ab. Genauso wird der Höhenabstand zwischen Schienenoberkante und Fahrdraht dokumentiert. Hängt der Fahrdraht in Abschnitten zu weit runter, können die Stromabnehmer beschädigt werden.

Bisher werden die notwendigen Messungen per Hand durchgeführt. Hierfür laufen Mitarbeitende durch das Schienennetz und erfassen den Zustand der Infrastrukturbestandteile. Das Messfahrzeug, das im KVB-Bereich Fahrweg „Naaksül“ (Nachteule) getauft wurde, ist jedoch wesentlich schneller, misst in dichteren Abständen und führt auch Messungen durch, die bisher noch nicht vorgenommen werden. Dabei sind die in das Fahrzeug integrierten Messgeräte genauer und können komplexere Aufgaben erfüllen. Damit sind Prognosen zum Beispiel über den Verschleiß der Infrastruktur besser möglich. Die Instandsetzung kann früher ansetzen und Erneuerungsmaßnahmen können vorausschauender geplant werden.

Mitarbeitende vor dem Messfahrzeug

 

Vielzahl der Messsysteme entscheidend

Ein solches Messfahrzeug existiert bisher noch nicht. Die Vielzahl der in ein Fahrzeug integrierten Messsysteme, deren Genauigkeit und der Einsatz künstlicher Intelligenz machen die Innovation aus – auch wenn Experten im Nachgang noch Daten auswerten und einordnen müssen. Zudem kann mit dem Fahrzeug häufiger gemessen werden. Würden alle relevanten Daten in der entsprechenden Dichte mit Handmessgeräten erfasst werden, müsste die KVB eine Vielzahl Mitarbeitender im 360 Kilometer langen Streckennetz einsetzen und wäre damit einige Jahre beschäftigt.

In die Entwicklung ist umfangreicher Sachverstand der KVB und des Partners Goldschmidt eingeflossen. Über den Preis des Gesamtsystems wurde Stillschweigen vereinbart. Das Ergebnis verspricht aber einigen Fortschritt, so dass sich das Land NRW über den Zweckverband go.Rheinland finanziell beteiligt.

Die KVB hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Innovationen an den Start gebracht. So wurde 2015 zusammen mit dem Partner nextbike das erste digitale Leihrad auf die Straßen gebracht. Ende 2016 starteten die ersten Batterie-Gelenkbusse im realen großstädtischen Linienbetrieb, die zusammen mit VDL Bus & Coach entwickelt wurden.

Stephan Anemüller

 

Bereichsleiter Christian Burk erläutert das neue Messfahrzeug

 

Gemeinsame Bestreifung mit der Polizei am Neumarkt.

Rund um die Uhr im Einsatz für mehr Sicherheit
und Sauberkeit am Neumarkt und am Ebertplatz

Das Thema „Sicherheit und Sauberkeit“ wird derzeit in der gesamten Stadt hitzig diskutiert. Es wird von „Verwahrlosung“ gesprochen, die rapide zunimmt und davon, dass an vielen Stellen in der Stadt dringender Handlungsbedarf besteht. Am Neumarkt und am Ebertplatz hat die KVB bereits im Dezember 2023 eine Sofortmaßnahme getroffen, um die unhaltbaren Zustände dort zu verbessern. Hierzu bestreifen Sicherheitskräfte der KVB zusammen mit Mitarbeitenden externer Sicherheitsunternehmen die Bahnsteige und Zwischenebenen. Diese Maßnahme wird auch 2025 weiter fortgesetzt.

Servicemitarbieter auf dem Bahnsteig

Person, die in der Haltestelle liegend aufgefunden wird.

In dem Zeitraum der Bestreifung bis Ende Dezember 2024 wurden am Neumarkt fast 14.000 Personen der Haltestelle (Ebertplatz rund 5.500) verwiesen, die dort genächtigt, sich häuslich niedergelassen und zum Teil Verunreinigungen hinterlassen sowie mehr als 41.000 Menschen (Ebertplatz rund 25.000), die gegen das Betäubungsmittelverbot verstoßen hatten.

Oft handelte es sich dabei um die immer wieder gleichen Personen oder Personengruppen, denen die Sicherheitsmitarbeitenden tagtäglich begegnen.

In den beiden Stationen hat sich die Situation durch den Einsatz der Sicherheitsteams dennoch deutlich verbessert.

Das Konsumieren von Drogen - zum Teil auch in größeren Gruppen - kann durch permanente Bestreifung gestört und unterbunden werden. Dies steigert das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste. Letztlich werden die Personen aber nur verdrängt und weichen in andere Bereiche (Haltestellen und öffentliche Plätze) aus.

Nach wie vor gehen – vor allem zum Neumarkt - viele Beschwerden ein wegen alkohol- und drogenabhängiger Personen, die Fahrgäste zum Teil aggressiv anbetteln. Die Personen sitzen auch auf Treppenanlagen zur Bahn und verengen den Weg so, dass Menschen sich belästigt oder unwohl fühlen. An anderen Orten wird weniger gebettelt, dafür entstehen Matratzenlager. Verunreinigungen nehmen zum Teil unerträgliche Ausmaße an, die auch mit verstärkten Reinigungseinsätzen stellenweise nur noch schwer in den Griff zu bekommen sind.

Die KVB kann nur dort eingreifen, wo sie Hausrecht hat. Sie hat die Bestreifung der Haltestellen am Neumarkt und am Ebertplatz in Vorleistung finanziert und wird diese auch 2025 fortführen. Eine langfristige Finanzierung besteht allerdings noch nicht.

„Es geht hier nicht um ein Problem der Kölner Verkehrs-Betriebe AG allein, sondern um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nur gemeinsam, in enger Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften der Stadt, der Polizei und der Sozialarbeit gelöst werden kann“, stellt der Arbeitsdirektor der KVB, Peter Densborn, fest. „Weitere Maßnahmen müssten an anderen Hotspots und vor allem auch in den öffentlichen Bereichen, in denen die KVB keine Zuständigkeit und Befugnis hat, durchgeführt werden.
Es braucht ein ganzheitliches Konzept. Deshalb treffen sich regelmäßig alle Akteure - unter anderem Stadt, Ordnungsamt, Polizei und KVB, um Maßnahmenpläne zu erstellen und abzustimmen.“

Am 13. Februar 2025 fand eine aktuelle Stunde im Rat der Stadt Köln zum Thema „Sauberkeit und Sicherheit“ im Stadtgebiet statt.

Servicemitarbeiter sprechen Menschen an

Auch an anderen Orten und Haltestellen sind KVB-Mitarbeitende im Einsatz - hier am Friesenplatz

Auch hier wurde deutlich, wie vielschichtig die Probleme sind, die zu der allgemein wahrgenommenen und kritisierten „Verwahrlosung“ führen und wie vielfältig dementsprechend auch die Maßnahmen sein müssen, um Abhilfe zu schaffen. In Bezug auf die Drogenabhängigen bedeutet das: Mit Verdrängung allein ist es nicht getan. Notwendig sind mehr Angebote, eine bessere Versorgung und Betreuung der Suchtkranken, aufsuchendes Suchtclearing, Tagesschlafstätten und anderes mehr. Gefordert wird von politischen Vertretern auch eine Citywache, die Schaffung von Wohnraum für Obdachlose, die Erhöhung der Bußgelder für Verschmutzungen und illegale Müllentsorgung.

Servicemitarbeiter auf dem Bahnsteig

Kontrollgang an der Haltestelle Dom/Hbf.

Die Diskussion reicht weiter bis hin zur Besteuerung von Einwegverpackungen.

Der Handlungsbedarf ist groß und die Palette möglicher Maßnahmen auch.
Hier müssen den beteiligten Institutionen die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Der eingeschlagene Weg der Stadt Köln muss zügig und konsequent fortgesetzt werden. Beitragen kann Jede und Jeder etwas, denn:
Es gibt nicht nur den Müll, der irgendwo liegt, sondern immer auch die Hand, die ihn fallen lässt.

Gudrun Meyer

 

Fastelovend 2025:
Ganz Köln im Ausnahmezustand - die KVB inklusive!

Sechs jecke Tage stehen bevor: Von Weiberfastnacht bis zur Nubbelverbrennung am Aschermittwoch steht Köln Kopf. Mehr als eine Million Menschen kommen allein zum Rosenmontagszug - dem größten Karnevalsumzug in Deutschland - nach Köln.

Was an diesen Tagen für die einen Freizeit und ein ausgelassener Spaß ist, ist für andere Schwerstarbeit: Um dafür zu sorgen, dass alle friedlich und sicher feiern können, sind etliche Mitarbeitende der Stadt, der Polizei, des Ordnungsamtes, der Abfallwirtschaftsbetriebe, externer Sicherheitsunternehmen und der KVB im Einsatz.

Sind an normalen Wochentagen circa 80 Personale aus dem Bereich Sicherheit und Service im Stadtgebiet unterwegs, sind es an Weiberfastnacht mit Unterstützung von Mitarbeitenden externer Sicherheitsunternehmen beinahe drei Mal so viele. Und am Rosenmontag sogar deutlich mehr als vier Mal so viele Einsatzkräfte.

Zu ihren Aufgaben gehört es, Übergänge zu Haltestellen und Bahnsteigen abzusichern, überall nach dem Rechten zu sehen, Auskünfte zu geben. Bei der Sicherung der Bahntrasse am Zugang zur Zülpicher Straße werden die Einsatzkräfte die Personenströme ebenso regulieren wie an der oberirdischen Querung von der Haltestelle Heumarkt zur Platzfläche Heumarkt. Insgesamt werden an allen Karnevalstagen zusammen 614 Dienste von internen Mitarbeitenden und weitere 349 durch Fremdpersonale besetzt.

Auch die Leitstelle der KVB stockt ihr Personal auf: An Weiberfastnacht, Karnevalssonntag und Rosenmontag werden jeweils etwas mehr als 30 Mitarbeitende im Einsatz sein – fünf mehr als an gewöhnlichen Tagen. Im Außendienst sind noch einmal rund 42 Personale unterwegs – circa 15 Mitarbeitende zusätzlich an jedem Karnevalstag. Und bevor es überhaupt losgeht, war bereits der Bereich „Fahrweg“ im Sondereinsatz: Die Mitarbeitenden kümmern sich um die benötigten baulichen Absicherungen – zum Beispiel die Errichtung eines Zusatzbahnsteigs am Barbarossaplatz zur Entzerrung der Fahrgastströme oder das Aufbauen eines Bauzauns entlang der Gleistrasse zwischen Zülpicher Platz und Barbarossaplatz um zu verhindern, dass Personen die Gleise der Linien 12 und 15 blockieren und sicherzustellen, dass die Bahnen hier überhaupt fahren können.

Auch an anderen Stellen sind Mitarbeitende des Unternehmens mit der Vorbereitung und Durchführung des Karnevals befasst: Der Fahrplan ist anzupassen, denn zum Teil müssen Bahnen und Busse umgeleitet werden und natürlich muss das Angebot dem erhöhten Fahrgastaufkommen gerecht werden. Auch im Fahrdienst wird also alles aufgeboten, was nur aufgeboten werden kann. Alle, die im Einsatz sein werden, stehen schon in den Startlöchern und werden auch in diesem Jahr – ebenso wie die Mitarbeitenden aller anderen Institutionen – wieder ihr Bestes geben, damit der diesjährige Karneval für alle Jecken möglichst sicher und gut verlaufen kann.

Detaillierte Informationen und Fahrplanauskünfte für die Karnevalstage finden sich auf der KVB-Internetseite unter www.kvb.koeln/karneval und in der KVB-App.

Die KVB wünscht allen Jecken einen schönen und fröhlichen Fasteleer!

Gudrun Meyer

 

Aussteifung mit Stahlrahmen in der obersten Bauwerksebene

Bauarbeiten am Waidmarkt gehen in die nächste Phase –
neuer Radweg soll im ersten Quartal 2025 fertiggestellt werden

Um die Bauarbeiten am Waidmarkt weiter fortsetzen zu können, müssen aus Sicherheitsgründen die Fugen zwischen den 23 Schlitzwandlamellen der Baugrubenumschließung so verschlossen werden, dass von außen kein Grundwasser mehr in die Baugrube gelangen kann. Dies geschieht mithilfe einer Vereisung.

Hierfür wurden zunächst Bohrungen hergestellt, die bis zu 45 Meter tief in die Erde reichen. In die Bohrlöcher werden doppelwandige Vereisungslanzen eingebracht. Zeitgleich wurde damit begonnen, um die gesamte Baugrube herum einen Versorgungskanal herzustellen. Rund die Hälfte dieses aus Fertigteilen bestehenden Kanals ist bereits fertig. In einem weiteren Schritt werden die Vereisungslanzen mit einem Leitungssystem verbunden, das in dem Kanal verlegt wird.

Der Bauzaun wird eingerückt

Die Leitungen führen zu zwei Containern auf dem Baufeld, in dem die Vereisungsaggregate untergebracht sind. Hierin wird Sole (Vereisungsflüssigkeit) auf Minus 35 Grad hinuntergekühlt und in das Leitungssystem sowie zurück zur Vereisungsanlage gepumpt, in der die Sole erneut heruntergekühlt wird. Auf diese Weise entstehen um die Vereisungslanzen herum Eiskörper mit einem Durchmesser von circa 1,50 Metern. Die Vereisung beginnt voraussichtlich Ende Februar und wird bis zum Ende der Sanierung und dem Beginn der Rohbauarbeiten für das Gleiswechselbauwerk aufrechterhalten (weiter Informationen zum Thema Vereisung finden Sie in der Broschüre „Eiszeit unter Tage“ im Internet unter https://www.kvb.koeln/unternehmen/projekte/nord-sued-stadtbahn/publikationen.html.

Nachdem die Vorarbeiten für die Vereisung abgeschlossen sind, wird mit der Herstellung eines 2,50 bis 3 Meter breiten und in beiden Richtungen befahrbaren Radweges begonnen, der parallel zu dem bestehenden Fußweg verlaufen wird. Der Radweg soll noch im ersten Quartal 2025 fertiggestellt werden. Der Bauzaun wird anschließend eingerückt und der Raum zwischen dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und dem Rewe-Markt damit aufgeweitet.

 

Stahlaussteifung als Sicherungsmaßnahme

Parallel zu den beschriebenen Arbeiten an der Oberfläche wurde im oberen Stock des Bauwerks unterhalb der Abdeckelung in den vergangenen Wochen eine Konstruktion aus Stahlrohren eingebaut, mit denen die Wände der Baugrubenumschließung gegeneinander abgestützt werden. Diese „Stahlaussteifung“ ist eine Sicherungsmaßnahme, die aus statischen Gründen erforderlich ist. Erst nachdem sie eingebaut wurde, kann nun die darunterliegende, rund 1,80 Meter dicke Stahlbetondecke oberhalb des zweiten Bauwerkgeschosses (der späteren Technikebene) abgebrochen und entfernt werden.

Stilles Gedenken am Bauzaun

16. Jahrestag des Archiveinsturzes am Waidmarkt

 

Am 3. März 2025 ist es 16 Jahre her, dass das Historische Archiv der Stadt Köln und zwei angrenzende Wohnhäuser einstürzten. Zwei junge Männer verloren bei diesem tragischen Unglück ihr Leben. Ihrer wird in jedem Jahr am Ort des Geschehens mit einer Gedenkveranstaltung gedacht, bei der zur Einsturzzeit um 13.58 Uhr eine Schweigeminute stattfindet.

Da der Einsturztag in diesem Jahr auf den Rosenmontag fällt und der Karnevalszug in unmittelbarer Nähe stattfinden wird, wurde der Ablauf entsprechend geändert:
Statt zu der gewohnten Zeit wird das Gedenken vor der Gaststätte Papa Rudi´s um 7.30 Uhr am Morgen stattfinden. Am Bauzaun werden dann bereits Kränze für die beiden Verstorbenen angebracht worden sein. Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird gemeinsam mit Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, und Jörn Schwarze, Vorstand der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, der beiden Verstorbenen gedenken. Reden und weitere Beiträge sind in diesem Jahr nicht geplant.

Insgesamt werden fünf solcher Stahlaussteifungen benötigt, um die Baugrube im Verlauf der weiteren Sanierung in den kommenden Jahren nach und nach bis auf die Endtiefe ausheben zu können. Nach Herstellung einer rund zwei Meter starken, im Erdreich verankerten Bodenplatte kann das Bauwerk endgültig fertigstellt werden.


Um die Belastungen für die Anwohner zu minimieren, wird ein großer Anteil der Stahlbetondecke von Spezialunternehmen entfernt, die ein alternatives Verfahren anwenden bei dem mit einer speziellen Betonbohr- und Sägetechnik ganze Stücke aus der Stahlbetondecke herausgelöst und anschließend abtransportiert werden.

Andienöffnung der Baugrube

Weitere Informationen zu den Bauarbeiten finden Sie regelmäßig unter

https://www.kvb.koeln/unternehmen/projekte/nord-sued-stadtbahn/baustelleninformationen/index.html


Gudrun Meyer

 

480 neue Kolleginnen und Kollegen für das #TeamHerzschlag

Auch in 2024 war die Gewinnung und Bindung von neuem Personal ein Fokusthema der KVB. Dabei sind die Wege der KVB-Recruiting-Offensive, die weiterhin auf Hochtouren läuft, vielfältig. Anzeigenschaltungen, Social Media Kampagnen, Postwurfsendungen, Radiospots, die Einführung des Job-Newsletters und Recruiting-Kamelle auf dem Rosenmontagszug – dies sind nur einige Maßnahmen aus dem breiten Maßnahmenpaket des Personalmarketings. Auch die Haltestellen und die Fahrzeugflotte werden für die Personalwerbung genutzt. Die KVB kehrt darüber hinaus mit ihrem neuen Recruiting-Video für den Fahrdienst auf die Kinoleinwände zurück. Nach dem Einblick in die Jobmöglichkeiten für IT-Experten und Ingenieure lernen Interessierte im Video nun Natalia und Stefan kennen, die als Stadtbahnfahrerin und Busfahrer täglich unsere Stadt in Bewegung halten.

Das Team beim NRW-Tag

Mehr als 30 Recruiting-Events

Im vergangenen Jahr hat die KVB mit ihrem Recruiting-Team erneut mehr als
30 Recruiting-Events durchgeführt, bei denen viele neue Kolleginnen und Kollegen für die KVB gewonnen werden konnten. Neben Messeteilnahmen und den Bewerbertagen auf den eigenen Betriebshöfen war die KVB beispielsweise auch bei der Karriere-Werft auf dem NRW-Tag oder unnter dem Motto „Fans kurven statt nur Fankurve bei der FC-Saisoneröffnung mit dabei – übrigens: In der Halbzeit bei FC-Heimspielen läuft weiterhin das Video zur Arbeitgeber-Kampagne der KVB“.

 

Auch der KVB-Karrierebus rollte wieder: 11 Tour-Stopps gab es in 2024, bei denen unter dem Motto „Einsteigen, vorstellen, anfangen!“ Interessentinnen und Interessenten wieder die wohl schnellste Bewerbung Kölns geboten wurde. Eine absolute Höchstleistung des Recruiting-Teams! Und apropos Höchstleistung: Ende des Jahres wurde das Team der Berufsausbildung mit dem HR Excellence Award geehrt. In der Kategorie „Ausbildung“ wurde die KVB mit ihrem Projekt der politischen Bildungsfahrt für besondere Leistungen im Personalmanagement ausgezeichnet.

 

Berufliche Perspektive für Geflüchtete

Die noch intensivere Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in 2024 hat den Grundstein für die gemeinsame Job-Turbo-Initiative gelegt, die einen ergänzenden Baustein für das Busfahrdienst-Recruiting in 2025 darstellen wird. In Kooperation mit der Agentur für Arbeit bietet die KVB geflüchteten Menschen eine berufliche Perspektive und bildet sie für den Fahrbetrieb Bus aus, während sie zeitgleich ihre Deutschkenntnisse vertiefen. Und die ersten vier neuen Fahrschüler sind bereits gestartet.

Und was folgt nach der Gewinnung der neuen Mitarbeitenden? Na klar, ein intensives Pre- und Onboarding, um die neuen Kolleginnen und Kollegen bei der KVB willkommen zu heißen und bestmöglich in das #TeamHerzschlag zu integrieren. Und genau um das zu erreichen, ist in 2024 das neue Onboarding-Konzept an den Start gegangen. Ein absolutes Highlight: die unternehmensweiten Willkommensveranstaltungen. In diesen wird nicht nur informiert, sondern auch das gegenseitige Kennenlernen gefördert - bereichsübergreifend und unabhängig von Hierarchien.

Und übrigens: Onboarding beginnt bei der KVB schon ziemlich früh. Die niedlichen Babypakete begrüßen seit 2024 die kleinsten Neuzugänge im #TeamHerzschlag und sorgen auch bei ihren Eltern für große Freude. Und neben den kleinen Neuzugängen bleiben auch die Pensionäre des Unternehmens der KVB weiterhin sehr verbunden. Die hohe Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim jährlich ausgerichteten Pensionärstreffen ist der Beleg dafür.

 

Recruiting braucht einen langen Atem

Das vielfältige Maßnahmenpaket zur Mitarbeitergewinnung zeigt Erfolg! Insgesamt hat das Recruiting-Team der KVB in 2024 rund 480 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt – dazu kommen zahlreiche interne Besetzungsverfahren sowie bereits frühzeitige Einstellungen für das Jahr 2025. Neben einer großen Zahl von Fahrschülerinnen und Fahrschülern konnten auch zahlreiche Busfahrerinnen und Busfahrer gewonnen werden, die bereits über einen Busführerschein verfügten. Auch andere Berufsgruppen wie z.B. die technischen Bereiche, der Fahrgastservice oder die Berufsausbildung konnten durch viele neue Kolleginnen und Kollegen verstärkt werden. Aber nachhaltige Erfolge werden sich erst mittel- bis langfristig einstellen. Es ist ein langer Atem nötig, um sich personell gut für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Arbeits- und Fachkräftemangels. Daher sucht das #TeamHerzschlag auch in 2025 weiterhin nach Verstärkung!

Dafür werden etablierte Recruiting-Maßnahmen beibehalten aber auch neue Formate, Instrumente und Kanäle ausprobiert. Außerdem wurden auch die Fahrschulkapazitäten für 2025 noch einmal aufgestockt. Die KVB als Arbeitgeberin bietet nicht nur spannende, sondern vor allem auch sinnstiftende Jobs. Werdet Klima-Influencer*innen im echten Leben, denn wer zur KVB kommt, bewegt etwas – für unsere Stadt und für das Klima! Jetzt informieren und bewerben unter www.kvb.koeln/teamherzschlag

Melanie Freitag

 

 

Fast fünf Millionen emissionsfreie Kilometer in 2024

Auf inzwischen 19 Linien sind Elektro-Busse unterwegs – Flotte ist auf 118 Fahrzeuge angewachsen

Mit dem ersten Einsatz von Batterie-Bussen auf der Linie 142 erreicht die Antriebswende des KVB-Busbetriebs eine weitere Linie im KVB-Netz. Zunächst fahren E- Busse auf der „kurzen“ 142 zwischen Zollstock und Ehrenfeld. Das sind bereits 7,3 Kilometer des gesamten zwölf Kilometer langen Linienweges vom Ubierring bis zum Merheimer Platz in Nippes. Die komplette Umstellung folgt, sobald die benötigte Ladeinfrastruktur in Nippes betriebsbereit ist. Auch auf den Linien 151 und 152 sind inzwischen erste E-Busse unterwegs. Hierbei handelt es sich mit den 24,6 bzw. 24,1 Kilometer langen Linienwegen bereits um sehr lange Linien. Im Jahr 2024, also noch ohne diese drei Linien, fuhren die E-Busse der KVB insgesamt 4,76 Millionen Kilometer – emissionsfrei.

 

118 E-Busse sind bei der KVB im Einsatz

Inzwischen sind 118 E-Busse der KVB im Einsatz. Die Busflotte des Unternehmens umfasst insgesamt 307 Fahrzeuge. Die E-Busse befahren, ganz oder teilweise, die linksrheinischen Linien 133, 126, 141, 145, 148/149 und nun auch 142. Im Rechtsrheinischen werden die Linien 150, 153, 156, 159, 160, 161, 162, 165, 166, 196 und nun auch 151 und 152 ganz oder teilweise mit E-Bussen bedient. Die Linien 142, 151 und 152 stehen kurz vor ihrer vollständigen Umstellung, hinzu wird zudem die Linie 155 kommen. Bei der Linie 146 hängt dies jedoch noch an der Ladestation an der Endhaltestelle „Deckstein“. Somit kommen die Fahrgäste auf derzeit 19 Linien in den Genuss, mit den leisen, sehr klima- und umweltfreundlichen Elektrobussen fahren zu können. Die KVB betreibt insgesamt 54 Bus-Linien.

 

Ausbau auf den Betriebshöfen Porz und Nord

Für den weiteren Ausbau der E-Mobilität im Busbetrieb realisiert die KVB aktuell die zweite Baustufe des neuen Betriebshofes Porz. Auch wird die zweite Baustufe für den Aufbau der Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof Nord in Riehl geplant; zudem haben die Vorarbeiten für den Umbau des Betriebshofes des KVB-Tochterunternehmens Schilling in Hürth begonnen.

Zugleich befindet sich weitere Ladeinfrastruktur an Endhaltestellen im Aufbau. An der Haltestelle „Birkenweg“ in Höhenhaus sind die Lademaste in Betrieb und könnten genutzt werden.

Baufortschritt auf dem Betriebshof Porz

An der Haltestelle „Bonhoefferstraße“ in Stammheim sind der Tiefbau und die Haltestelle baulich fertig, der Lademast muss jedoch noch durch das Partnerunternehmen RheinEnergie aufgestellt werden. Ist dies bald soweit, können auf der Linie 155 E-Busse fahren.

Ähnlich ist es an der Haltestelle „Merheimer Platz“. Die E-Busse auf der Linie 142 können diese nutzen, wenn die Verkabelung an den Masten vollendet ist. An der Haltestelle „Bahnhof Ehrenfeld“ besteht bereits eine nutzbare Ladestation.

Noch bis zum Sommer dauert es an der Haltestelle „Porz Markt“. Auch hier fehlt noch die Vollendung an den Lademasten. Diese Ladeinfrastruktur ist insbesondere für die Linien 151 und 152 von Bedeutung.

 

Batterien werden immer leistungsfähiger

An der Haltestelle „Chempark“ an der Stadtgrenze zu Leverkusen dauert es noch mindestens bis in den Sommer hinein. E-Busse auf den Linien 151 und 152 können hier Ökostrom tanken, wenn das Trafohäuschen und die Maste aufgestellt, verkabelt und die Funktion der Ladeinfrastruktur geprüft wurde. Die Betonplatten im Haltestellenuntergrund sind bereits fertig.

An den Haltestellen „Bahnhof Mülheim“, „Bocklemünd“, „Herler Straße“, „Neuer Mülheimer Friedhof“, „Schüttewerk“ und „Weiden Zentrum“ wurde bereits zuvor Ladeinfrastruktur aufgebaut, die seit längerer Zeit genutzt wird. Auch an den Endhaltestellen „Breslauer Platz/Hauptbahnhof“ und „Zollstock Südfriedhof“ der Linie 133 befindet sich seit 2016 Ladeinfrastruktur.

Baufortschritt auf dem Betriebshof Porz

Zukünftig werden die E-Busse jedoch ohne Nachladung an den Strecken fahren können, denn mit fortschreitender technischer Entwicklung sind wesentlich leistungsfähigere Batterien verfügbar. Inzwischen werden Batterien mit einer Kapazität von 525 Kilowatt-Stunden (kWh) eingesetzt.

Auf rund 50 Prozent der Linien entfällt somit die Notwendigkeit der Nachladung auf dem Linienweg, bei den weiteren muss nicht mehr an beiden Endhaltestellen „getankt“ werden. Auf der Linie 133 kamen 2016 zunächst Batterien mit einer Kapazität von 122,6 kWh zum Einsatz, die später gegen 210 kWh-Akkus getauscht wurden.

Stephan Anemüller

Tickets für ein „Dinner in the Air

Die Kölner Seilbahn und Kirberg Catering bieten auch in diesem Jahr wieder ein „Dinner in the Air“ an. Mit dieser Veranstaltung am 30. April setzen die beiden Kooperationspartner ein „Highlight“ über dem Rhein. Das Fünf-Gang-Menü findet von 18 bis 21 Uhr weitgehend schwebend in den Seilbahn-Gondeln statt. Ein weiterer Termin ist für den 27. August geplant. Wer Tickets für das Dinner in einer Seilbahngondel, dem „kleinsten Restaurant Kölns“, erwerben möchte, erhält diese für 175 Euro (inkl. MwSt.) pro Person über die E-Mail-Adresse info@koelner-seilbahn.de oder Telefon (0221) 547 41 83. Im Preis enthalten sind die Seilbahnfahrten, Speisen und Getränke. Die Tickets sind immer paarweise zu bekommen.

Weitere Infos unter www.kirberg-catering.de und www.koelner-seilbahn.de

-STA-

KVB erneuert Überfahrt
über den Militärring

Die KVB erneuert die Gleisüberfahrt über den Militärring in Bocklemünd. Hierfür muss die Stadtbahn-Linie 3 im Zeitraum von Freitag, 21. März, ca. 3 Uhr, bis Montag, 24. März, ca. 3 Uhr in Bocklemünd getrennt werden. Der Straßenverkehr über den vielbefahrenen Militärring wird teilweise eingeschränkt, zeitweilig auch komplett gesperrt und umgeleitet.

Die aus der Innenstadt kommenden Bahnen der Linie 3 fahren dann nach regulärem Fahrplan lediglich bis zur Haltestelle „Bocklemünd“. Im nicht bedienten Streckenabschnitt zwischen der Haltestelle „Bocklemünd“ und der Endhaltestelle „Görlinger-Zentrum“ wird ein Ersatzbusverkehr mit der Linienkennung „103“ eingesetzt. Der Umstieg zwischen der Linie 3 und dem Ersatzbusverkehr ist an der Haltestelle „Rochusplatz“ möglich.

Die Ersatzbusse benötigen für den 5,7 Kilometer langen Weg in Richtung Görlinger Zentrum etwa 13 Minuten, für den 6,1 Kilometer langen Weg in der Gegenrichtung etwa 19 Minuten. Den Fahrgästen wird empfohlen, die Fahrplaninformationen an den Haltestellen und im Internet unter www.kvb.koeln/bau zu beachten. Die Linie 4 fährt durchgehend auf ihrem regulären Linienweg bis zu ihrer Endhaltestelle „Bocklemünd“.

Die Baumaßnahme zur Erneuerung der kommunalen Schieneninfrastruktur wird durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen mit einem Fördersatz von insgesamt 60 Prozent über den Zweckverband go.Rheinland gefördert.

-STA-

Die Sudoku-Gewinner
vom Dezember

Historischer Kalender:

Michael Mück, Wolfgang Effertz, Monika Kloeters, Gudrun Mertens, Dirk Leyendecker.

Regenponcho:

Karin Rick, Norbert Joos, Hans Rindt, Werner Wurda, Dorothee Grosse-Schönepauck.

Qartett-Spiel:

Renate Dreier, Alexandra Foschiani, Klaus Jungbluth, Christine Drost, Annemarie Wallraf, Christa Läuschner, Susanne Ratz, Agnes Kromm, Brigitte Reinders, Rüdiger Grebing

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Impressum für das Kundenmagazin KölnTakt

Kundenmagazin der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, KVB Unternehmenskommunikation, Scheidtweilerstraße 38, 50933 Köln

Verantwortlich: Matthias Pesch
Redaktion: Stephan Anemüller, Melanie Freitag; Gudrun Meyer, Matthias Pesch
Mitarbeit: Christian Seiter, Dirk Rosin

Fotos: Stephan Anemüller, Oliver Czernik, Anke Erpenbeck, Gudrun Meyer, Simon Palmer, Christian Seiter, Christoph Seelbach

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