Kundenmagazin KölnTakt
Mehr Bahnen auf die Schiene bringen
Die Fahrzeugverfügbarkeit bei der KVB ist aktuell aus verschiedenen Gründen unbefriedigend
Die Verfügbarkeit unserer Stadtbahnen ist aktuell ein Thema, das die Verantwortlichen bei der KVB als auch die Fahrgäste in besonderer Weise beschäftigt und fordert. Wir haben aus ganz unterschiedlichen Gründen derzeit zu wenig Stadtbahnen zur Verfügung, um den von uns gewünschten und von den Kunden zu Recht erwarteten Fahrplan stellen zu können.
Es gibt im Wesentlichen drei Gründe für den derzeitigen Fahrzeugmangel:
Eine aktuelle Herausforderung ergibt sich in Folge der großen Baumaßnahmen im Rechtsrheinischen, die kürzlich abgeschlossen wurden. Im Zuge dieser Arbeiten konnten unser Betriebshof Merheim drei Wochen lang nicht angefahren und die dort normalerweise durchgeführten Arbeiten nicht erledigt werden. Hierdurch entstand ein erheblicher Instandsetzungsstau von rund 20 Fahrzeuge, der aktuell noch abgearbeitet wird. Wir haben die Öffentlichkeit darüber informiert, dass wir wegen dieser angespannten Situation die Verstärkerfahrten auf den Linien 1 und 18 in der Hauptverkehrszeit vorübergehend aus dem Fahrplan nehmen mussten und dass es auch auf anderen Strecken zu vereinzelten Ausfällen kommen kann. Das ist im Moment leider der Fall.
Es gibt daneben die bekannte strukturelle Fahrzeugknappheit. Ein wesentlicher Faktor sind nach wie vor die großen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen für defekte Stadtbahnen. Einige Bauteile vor allem für die alten Fahrzeuge lassen sich teilweise nicht mehr beschaffen (Obsoleszenz), für andere haben sich u.a. durch weltweite Krisen die Lieferzeiten und Verfügbarkeiten stark verschlechtert.
Die Auslieferung unserer neuen Niederflur-Bahnen verzögert sich inzwischen um mehr als vier Jahre. Daher muss ein Teil der alten Bahnen der Baureihe K4000, die eigentlich sukzessive aus dem Betrieb genommen werden sollten, für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag für einen weiteren Einsatz ertüchtigt werden. Und die Bahnen, die noch nicht ertüchtigt sind, sind wegen ihres zunehmenden Alters deutlich störanfälliger. Technische Pannen, Unfälle etc. schränken die Verfügbarkeit weiter ein.
Prozesse werden analysiert und optimiert
Um die Fahrzeugverfügbarkeit generell zu erhöhen, haben wir im Frühjahr dieses Jahres ein Projekt gestartet mit dem Ziel, unsere eigenen Prozesse bei der Materialwirtschaft, in der Hauptwerkstatt und in den Betriebshöfen zu optimieren. Wir wollen mehr technisch einwandfreie Fahrzeuge schneller wieder in den Betrieb bringen und so die Grundlage für einen stabilen und verlässlichen Fahrplan schaffen.
Seitdem wurden und werden alle Prozesse überprüft, analysiert und Optimierungsvorschläge entwickelt. Dieser Prozess zeigt erste Erfolge. Bei diesen Überprüfungen stellte sich unter anderem heraus, dass unsere Instandhaltungsstrategien dem zunehmenden Alter der Fahrzeuge nicht mehr angemessen waren und angepasst werden müssen.
Nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen (BOStrab) müssen Stadtbahnen alle 500.000 Kilometer oder spätestens nach acht Jahren zur Hauptuntersuchung. Diese Untersuchungen haben regelmäßig stattgefunden. Daneben haben wir ein eigenes Regelwerk mit weiteren Instandhaltungsfristen entwickelt. Diese, das hat sich im Zuge der Analyse herausgestellt, sind in der Vergangenheit mehrheitlich nicht eingehalten worden. Fahrzeuge wurden nicht rechtzeitig instandgesetzt, sondern für den Betrieb freigegeben. Auch dieses Thema arbeiten wir aktuell mit externer Unterstützung auf.
Unser Betriebsleiter und die Fachleute in den Werkstätten haben daraufhin eine Risikobewertung vorgenommen – mit dem Ergebnis, dass die Risiken für den Einsatz tolerabel sind und die Betriebssicherheit gewährleistet ist. Um darüber hinaus eine zusätzliche, nachweisbare Betriebssicherheit zu haben und unserem eigenen Instandhaltungs-Regelwerk zu entsprechen, haben wir proaktiv zusätzliche Checks aller Stadtbahnen angeordnet, die natürlich die Fahrzeugverfügbarkeit aktuell weiter verringern.
Austausch mit der Technischen Aufsichtsbehörde
Dabei betrachten wir ausgewählte Fahrzeugbereiche systematisch und überprüfen diese sorgfältig. Werden dabei Abweichungen festgestellt, werden diese fachlich bewertet und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Soweit notwendig, stehen einzelne Bahnen durch diese Instandhaltungsmaßnahmen dem Betrieb vorübergehend nicht zur Verfügung.
Über das Vorgehen und den Fortgang der Maßnahmen stehen wir in regelmäßigem Austausch mit der Technischen Aufsichtsbehörde.
Hätten wir diese Fahrzeug-Checks nicht, könnten wir, wie angekündigt, Anfang Oktober wieder zum Fahrplan von vor den Sommerferien zurückkehren. Das wird uns jetzt leider nicht gelingen, und wir bitten daher unsere Fahrgäste um Verständnis. Einen genauen Zeitpunkt können wir aktuell noch nicht nennen, peilen aber das Ende der Herbstferien an.
Matthias Pesch
Herbstbaustellen stehen bevor
Entlang von sechs Stadtbahn-Linien wird die Infrastruktur erneuert
Die KVB und ihr Schwesterunternehmen HGK erneuern kontinuierlich die Infrastruktur des Kölner Stadtbahnnetzes. Hierdurch wird der sichere, schnelle und komfortable Stadtbahnbetrieb garantiert. Auch im Herbst dieses Jahres stehen deshalb wieder Bauarbeiten an – und der Bau bedingt auch Trennungen von Stadtbahn-Linien. Betroffen sind die Linien 1, 7, 9, 13, 16 und 17. Deren Fahrgäste müssen sich auf etwas geänderte Wege einstellen.
Begonnen haben bereits die Arbeiten entlang der Linie 13 von Braunsfeld bis Ehrenfeld. Hier werden im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Aachener Straße/Gürtel“ und „Nußbaumerstraße“ vier Weichen, zwei Gleiskreuzungen, 504 Meter Schiene, 605 Schwellen, zwei Koppelspulen und 640 Tonnen Schotter ausgetauscht. Im Rahmen der Baumaßnahme werden auch die Gleisüberfahrten und -überwege Scheidtweilerstraße, Oskar-Jäger-Straße und Vogelsanger Straße erneuert. Gearbeitet wird im Zweischicht-Betrieb, teilweise auch in der Nacht. Investiert werden rund 1,2 Millionen Euro.
Die erste Phase der Arbeiten im Bereich der Einmündung Scheidtweilerstraße/Gürtel endet heute Nacht. Ab Samstag, 26. September, wandern die Arbeiten mit der zweiten Phase in Richtung Ehrenfeld. Bis zum 16. Oktober, also dem Ferienbeginn, fahren im genannten Streckenabschnitt dann keine Stadtbahnen der Linie 13, auch die Busse der Linie 140 müssen umgeleitet werden. Für die Fahrgäste stehen Ersatzbusse bereit. Mehr zur Baustelle und den verkehrlichen Regelungen findet sich hier in der Pressemitteilung: KVB erneuert Infrastruktur der Linie 13 in Braunsfeld und Ehrenfeld.
Baumaßnahmen in Deutz werden wie geplant fortgesetzt
Schon bekannt sind die Bauarbeiten in Deutz. Die Stadt Köln setzt hier – wie angekündigt – in den Herbstferien ihre Arbeiten zum Einbau eines Hochwasserschutztors an der Mindener Straße sowie die Sanierungsarbeiten in der U-Bahn-Station „Bahnhof Dutz/Messe“ fort. Hinzu kommt der Austausch einer Weiche am Neumarkt durch die KVB. Betroffen sind die Linien 1, 7 und 9. Das verkehrliche Konzept ähnelt dem, das bereits in der ersten Trennung während der Osterferien durchgeführt wurde.
Im Zeitraum von Samstag, 17. Oktober, bis einschließlich Dienstag, 21. Oktober, werden die drei genannten Linien weiträumig getrennt, während am Neumarkt die besagte Weiche ausgetauscht wird. Die Bahnen der Linien 1 und 7 fahren dann im linksrheinischen Stadtgebiet aus Weiden bzw. Frechen kommend lediglich bis zur Haltestelle „Rudolfplatz“, die aus Sülz kommenden Bahnen der Linie 9 lediglich bis zur Haltestelle „Zülpicher Platz“. Im rechtsrheinischen Stadtgebiet wird die Haltestelle „Bahnhof Deutz/Messe“ durch die aus Bensberg kommenden Bahnen der Linie 1 bzw. die vom Königsforst kommenden Bahnen der Linie 9 erreicht. Die Line 7 wird im Rechtsrheinischen lediglich zwischen den Haltestellen „Zündorf“ und „Deutzer Freiheit“ betrieben.
Von Mittwoch, 21. Oktober, bis Sonntag, 1. November, verbessert sich die verkehrliche Situation bereits. Der Neumarkt kann dann wieder befahren werden, so dass die Linie 7 somit durchgehend auf ihrem regulären Linienweg unterwegs sein wird. Die Bahnen der Linie 1 fahren dann, aus Weiden kommend, bis zur Haltestelle „Heumarkt“ auf ihrem regulären Linienweg und werden danach auf den Weg der Linie 7 bis zur Haltestelle „Baumschulenweg“ umgeleitet. Die aus Sülz kommenden Bahnen der Linie 9 wenden bereits am Neumarkt. Im Rechtsrheinischen fahren die Bahnen der Linien 1 und 9 weiterhin nur bis zur Haltestelle „Bahnhof Deutz/Messe“. Ersatzbusse kommen erneut zum Einsatz sowie die Linien 3 und 4 bieten sich als Alternativen an.
HGK und SWB Bonn erneuern Infrastruktur der Linie 16
Auch die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) und die Stadtwerke Bonn Verkehr (SWB) nutzen die Herbstferien, um Infrastrukturen entlang der Linie 16 zu erneuern. Unter anderem werden Kabel für die Erneuerung des Stellwerkes Hersel gelegt, dort wird auch eine Weiche ausgetauscht, zwischen Sürth und Marienburg werden Arbeiten an der Oberleitungsanlage vorgenommen und zwischen Bonn West und Tannenbusch Komponenten der Bahntechnik erneuert.
Von Samstag, 17. Oktober, bis Sonntag, 2. November, muss deshalb die Linie 16 zwischen den Haltestellen „Ubierring“ und „Bonn Hauptbahnhof“ getrennt werden. Die Bahnen fahren dann lediglich zwischen den Haltestellen „Niehl Sebastianstraße“ und „Ubierring“. Die Linie 17 wird während der Baumaßnahmen eingestellt. Im nicht befahrenen Streckenabschnitt kommen Ersatzbusse mit der Linienkennung „116“ zum Einsatz.
Mehr zu den baustellenbedingten Änderungen finden sich unter www.kvb.koeln/bau.
Stephan Anemüller
Verstärkung für das #TeamHerzschlag
KVB begrüßt 60 neue Auszubildende
Es ist ein besonderer Tag, der jedes Jahr zum Ende des Sommers ansteht. Denn dann startet beim #TeamHerzschlag ein neuer Ausbildungsjahrgang. Am Montag, 31. August war es wieder einmal so weit. Insgesamt 60 neue Auszubildende aus den unterschiedlichen Lehrberufen fanden sich im Betriebshof West zusammen.
Die neuen Azubis begannen ihre Ausbildung in folgenden Berufen: Kaufleute für Büromanagement (5), Industriekaufleute (5), Fachkräfte im Fahrbetrieb Bus (10), Fachkräfte im Fahrbetrieb Bahn (11), Industriemechaniker/innen (12), Elektroniker/innen (12), KFZ-Mechatroniker (4) und Fachinformatiker (1).
Die Azubis bekamen in der ersten Woche auf dem Betriebshof West und im technischen Ausbildungszentrum eine umfassende Einführung in viele Bereiche des Unternehmens. Weitere Programmpunkte waren in kurzen Fach-Vorträgen den Themen „Politische Bildungsfahrt“, „Demokratiebildung“, „Do’s and Dont’s in der Arbeitswelt“ und „Fit für die Arbeitswelt“ gewidmet. Besuche der Betriebshöfe Merheim, Porz und Niehl rundeten das Programm ab.
Die ersten Stunden in der neuen beruflichen Heimat sind immer besonders spannend. Das Kennenlernen der Azubis aus den unterschiedlichen Berufen wurde dabei durch verschiedene Aufgaben und Spiele unterstützt. Dies soll den neuen Mitarbeitenden helfen, direkt erste Kontakte und damit ihr persönliches „KVB-Netzwerk“ zu knüpfen.
Christian Seiter.
Rund um die Uhr einsatzbereit
Der Entstördienst der KVB rückt immer dann aus, wenn schnelle Hilfe gefragt ist
PKW im Gleis, Falschparker auf der Strecke, gebrochene Schienen oder defekte Weichen: Störungen gehören im Alltag eines großen Verkehrsunternehmens leider dazu. Damit die Auswirkungen für unsere Fahrgäste möglichst gering bleiben und der Betrieb schnell wieder reibungslos läuft, ist der Entstördienst der KVB rund um die Uhr einsatzbereit. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und an 365 Tagen im Jahr ist das Team im Einsatz. Immer dann, wenn schnelle Hilfe gefragt ist, rücken sie aus.
„Jede Situation ist anders. Man muss sich immer wieder neuen Problemen und Herausforderungen stellen. Genau das macht für mich den Reiz aus“, sagt Ralf Thiede, der seit vielen Jahren im Entstördienst tätig ist. „Man weiß morgens nicht, was im Laufe des Tages passieren wird.“ Selbst nach zahlreichen Dienstjahren erleben er und seine Kolleginnen und Kollegen immer wieder völlig neue Situationen. Dabei sind neben technischem Know-how oft auch Fingerspitzengefühl und Kreativität gefragt. Wenn sich beispielsweise ein PKW ins Gleisbett verirrt hat, achten die Mitarbeitenden darauf, das Fahrzeug möglichst schonend zu bergen.
Neben dem Entstördienst im Bereich Bahnbau gibt es bei der KVB auch den mobilen Entstördienst der Werkstätten Stadtbahn und Bus. Auch diese Teams leisten einen wichtigen Beitrag, damit Störungen schnell behoben werden können. Ihre Arbeit wird von Fahrgästen häufig kaum wahrgenommen, ist für die KVB aber unverzichtbar.
Wollt ihr mehr erfahren? Hier findet ihr einen aktuellen Blog-Beitrag: Die Feuerwehr der KVB.
Helge Neumann
Luftlinientarif ausgeweitet
Kinder und Jugendliche können nun eezy-Tickets direkt kaufen
Die Möglichkeiten, Tickets im Luftlinientarif eezy-nrw zu erwerben, wurden erneut erweitert. Nun können auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ihre Tickets mit eezy.nrw selbst kaufen. Die Einschränkung des Ticketkaufs auf Erwachsene wurde aufgehoben. In den eezy.nrw-Apps wurde diese Funktion inklusive der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in einer für Kinder und Jugendliche verständlichen Sprache eingebracht.
Konkret können Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren in der „KVB-App“, in der App „VRS eezy.nrw“ und den weiteren Apps im Rheinlandnetz ihr eigenes Kundenkonto anlegen und hierüber ihre Tickets kaufen. Bei der Registrierung hinterlegen sie ihr Geburtsdatum und bestätigen, die AGB gelesen zu haben.
Die Software erkennt im Hintergrund anhand des Geburtsdatums automatisch das Alter und berechnet für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren automatisch den Kindertarif. Für Jugendliche ab 15 Jahren wird automatisch der Erwachsenentarif berechnet. Kinder unter sechs Jahren benötigen im ÖPNV kein Ticket.
Aus technischen Gründen ist bei Konten von Kindern und Jugendlichen erst einmal nur die Bezahlung per Kreditkarte oder über PayPal möglich. Hinterlegt werden muss dabei auch das Zahlmedium der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.
Tarif eezy.nrw ist für Gelegenheitsfahrgäste interessant
Für Fahrgäste, die nur gelegentlich mit den Bussen und Bahnen des Nahverkehrs unterwegs sind, bietet sich der Tarif eezy.nrw an. Hierbei nutzen die Kunden ihr Handy, müssen ihr Ticket also nicht an einem Automaten oder Kiosk kaufen und benötigen vor allem auch keine Kenntnisse über das Tarifsystem.
Der Luftlinientarif ist auch deshalb interessant, weil er verschiedene Preisdeckel besitzt: Jede Fahrt kostet maximal so viel, wie ein klassischer Einzelfahrschein kosten würde. Auch werden monatlich maximal 63 Euro berechnet, was dem aktuellen Monatspreis des Deutschlandtickets entspricht.
Und seit Anfang August bestehen verschiedene Mitnahmemöglichkeiten. Ein Kunde kann über sein Handy auch die eezy.nrw-Tickets von Erwachsenen, Kindern bzw. Jugendlichen und Fahrräder mitbuchen. Diese Möglichkeiten sprechen sich langsam herum. Bereits über 60.000 Mal wurde seitdem von ihnen Gebrauch gemacht.
Stephan Anemüller
13 neue Stationen im Netz
KVB-Räder wurden in 2026 bereits vier Millionen Mal ausgeliehen
Insgesamt 13 neue Stationen für das KVB-Rad wurden aktuell in den Stadtbezirken Mülheim und Ehrenfeld eröffnet. Damit wurde das Netz in der Stationszone des Leihradangebotes der KVB deutlich erweitert. In Köln existieren nun – inklusive der 13 neuen – insgesamt 271 Stationen. Hier können sowohl die KVB-Räder als auch andere Leihfahrzeuge ausgeliehen und zurückgegeben werden.
Solche Stationen können sich im öffentlichen Straßenraum, aber auch auf dem privaten Grund von Unternehmen befinden. KVB, Stadt Köln und weitere Partner tragen damit zu einem aufgeräumteren Stadtbild bei, denn die Stationen reduzieren den Anteil wild abgestellter Leihfahrzeuge. Das dient insbesondere auch den Menschen, die mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl nicht so einfach um Barrieren auf den Bürgersteigen herumkommen. Letztlich hängt auch die Akzeptanz der Sharing-Angebote hiervon ab.
Bei der Suche nach Standorten orientieren sich die KVB und die Stadtverwaltung daran, einen leichten Zugang zum KVB-Rad zu ermöglichen. Die Stationen sollen möglichst an den Laufwegen der Menschen liegen. Sie müssen aber auch ausreichend groß sein, um Beschädigungen beim „Ein- und Ausparken“ zu verhindern, sie dürfen anderen Funktionen – wie etwa definierten Rettungswegen – nicht im Weg stehen. Viele Aspekte sind zu beachten und dennoch wächst das Stationsnetz kontinuierlich. Im Oktober vergangenen Jahres waren es bereits 180. Seitdem sind also einige dazugekommen, etwa an den Sportstätten der KölnBäder und im Umfeld des RheinEnergie-Stadions.
Insbesondere im Stadtbezirk Mülheim kamen nun Stationen hinzu: „Am Springborn“ (Haltestelle KVB-Linie 155 in Holweide), „Birkenweg“ (Haltestelle KVB-Linien 155 und 157 in Höhenhaus), „Diepesschrather Straße“ (Haltestelle KVB-Linie 154) und „Benberger Marktweg/Penningsfelder Weg“ (beide Dellbrück), „Herrmann-Ost-Straße“ und „Flittard“ (beide Haltestelle KVB-Linien 151, 152, 156 in Flittard, siehe Bild), „Embergweg/Oderweg“, „Goffineweg“ und „Klosterhof“ (Haltestelle KVB-Linien 155, 156, 157 – alle in Dünnwald) sowie „Schlosspark Stammheim“.
Aber auch im Stadtbezirk Ehrenfeld können an den Stationen „Anna-Lindh-Straße“ und „Köhlstraße“ (beide Ossendorf) sowie „Heinrich-Rohlmann-Straße“ (Bocklemünd) nun KVB-Räder ausgeliehen bzw. zurückgegeben werden.
Die Nachfrage steigt stetig
Das KVB-Rad ist eine konstante Größe im Kölner Verkehr. Seit 2015, dem Beginn des Angebotes, stieg die Nachfrage kontinuierlich. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5,23 Millionen Ausleihen registriert – 2025 schloss damit erneut als Rekordjahr. In den ersten acht Monaten dieses Jahres fanden bereits vier Millionen Fahrten mit den 3.000 Leihrädern statt. Auch 2026 hat damit die Chance, sich in die Reihe der Rekorde einzureihen.
Diese starke Nachfrage ist Ansporn für alle, die bei der KVB und ihrem Kooperationspartner nextbike mit dem KVB-Rad beschäftigt sind – im täglichen Service auf der Straße, in der Werkstatt, in der Kommunikation. Bei einer durchschnittlichen Fahrtweite von 1,7 Kilometer, die als Luftliniendistanz gemessen wird, bedeuten die bisher vier Millionen Fahrten in 2026 mindestens 6,8 Millionen lärmfreie Kilometer ohne Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und Stickoxide (NOx).
Stephan Anemüller
KurzTakt
Aktionstag Mobilität gibt Hilfestellungen
Am morgigen Samstag, 26. September, findet von 11 Uhr bis 15 Uhr auf dem Neumarkt der diesjährige Aktionstag Mobilität statt. Die KVB ist auf der Veranstaltung der Stadt Köln als Partner präsent und bietet Rollatoren-Trainings an einem Bus an. Zudem können die Gäste das KVB-Rad Probe fahren. Am KVB-Stand informiert das Unternehmen über sein Angebot nachhaltiger Bildungsmodule für Kölner Schulen. Wer sein Glück probieren möchte, ist am Glücksrad zur Verkehrssicherheit gut aufgehoben.
Mit dem Aktionstag Mobilität möchten Stadt, KVB, Polizei, der ADAC und weitere Organisationen Hilfestellungen zur sicheren Mobilität geben. Zudem informiert die Seniorenvertretung der Stadt Köln über ihre Arbeit und die Polizei zur Prävention vor Fahrrad- und Taschendiebstahl.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Neumarkt ist gut mit der KVB zu erreichen: Die Linien 1, 7, 9, 136 und 146 halten direkt an der Platzfläche. Mit den Linien 3, 4, 16 und 18 wird die U-Bahn-Station der Haltestelle „Neumarkt“ erreicht.
Weitere Infos: Aktionstag Mobilität - Stadt Köln
- STA -
Grüngleis in der Südstadt wird erweitert
Die KVB erweitert bis Ende Oktober das Grüngleis entlang der Linien 12 und 15 in der Südstadt. Zunächst werden bis zum 1. Oktober im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Barbarossaplatz“ und „Eifelstraße“ Schwellen ausgetauscht. Ab dem 20. Oktober werden dann in diesem Streckenabschnitt Vlies und Substrat eingebracht sowie Vegetationsrollen ausgebreitet. Anschließend wird der Bewuchs bewässert. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres wurde im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Barbarossaplatz“ und „Zülpicher Platz“ ein Grüngleis angelegt.
Aus betriebs- und verkehrstechnischen Gründen können diese Arbeiten nur in den Nachtstunden von jeweils 22 Uhr bis 6 Uhr erledigt werden. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag wird jedoch nicht gearbeitet. Auf den Stadtbahnbetrieb haben die Arbeiten keinen Einfluss.
Die KVB bittet die Anwohnerschaft um Verständnis für die unvermeidlich entstehende Lärmbelästigung.
- STA -
KVB spendet an Deutzer Organisationen
Die KVB spendet 2.000 Euro an das FrauenGesundheitsZentrum Hagazussa. Eine weitere Spende in gleicher Größe geht an die IG Deutz. Die Spenden stammen aus der Beteiligung der KVB am Familienfest „Deutz feiert“, das im August stattfand. Hier konnten die Gäste für einen kleinen Beitrag von zwei Euro einmal und für fünf Euro dreimal am Glücksrad ihr Glück versuchen. Die KVB spendet den Erlös an die beiden Organisationen.
Hagazussa braucht dringend Hilfe
Das FrauenGesundheitsZentrum ist in der Beratung und Begleitung von Frauen mit verschiedenen gesundheitlichen, frauenspezifischen Themen aktiv. Die Beraterinnen bauen durch ihre Gespräche, Erklärungen und Kontaktvermittlungen Brücken zwischen Patientinnen, Ärzten und weiteren Gesundheitseinrichtungen. Mal wird ein Arztbericht nicht verstanden, ein anderes Mal eine Spezialistin gesucht oder der Weg in eine Therapie begleitet. Diese wichtigen Hilfestellungen können im Gesundheitssystem nicht abgerechnet werden. „Nach einem erfolgreichen Generationenwechsel wird diese Spende als große Wertschätzung und Ansporn verstanden“, so Geschäftsführerin Frauke Fröhlich. Doch das Zentrum braucht nun selbst Hilfe. Aufgrund der Haushaltslage der Stadt Köln ist der städtische Zuschuss in Höhe von jährlich 50.000 Euro in Gefahr. „Der Wegfall dieser Mittel würde das Aus für Hagazussa zum Ende dieses Jahres bedeuten“, betont Fröhlich. Weitere Infos finden sich unter www.frauengesundheitszentrum-koeln.de.
IG Deutz gestaltet Leben im Veedel
Die Interessengemeinschaft (IG) Deutz ist eine feste Größe im Innenstadt-Veedel. Die Akteure vernetzen Initiativen und Unternehmen, gestalten Angebote für die Einwohnerschaft. Ein regelmäßiger Termin ist das Fest „Deutz feiert“. Laut Veranstalter ist es das größte Familien- und Stadtteilfest in Nordrhein-Westfalen. Geboten wurden auch in diesem Jahr an beiden Tagen u.a. ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und eine große Maskottchen-Parade. Hier besteht vor allem ein Markt der Möglichkeiten, der Interessierten Möglichkeiten der aktiven Teilnahme in ihrem Veedel offeriert.
- STA -
Impressum für das Kundenmagazin KölnTakt
Kundenmagazin der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, KVB Unternehmenskommunikation, Scheidtweilerstraße 38, 50933 Köln
Verantwortlich: Matthias Pesch
Redaktion: Stephan Anemüller, Gudrun Meyer, Helge Neumann, Thorsten Moeck, Matthias Pesch, Dirk Rosin, Christian Seiter
Fotos: Stephan Anemüller, Maya Claussen, Helge Neumann, Christian Seiter
Hier finden Sie die bisher erschienenen Ausgaben des Kundenmagazins KölnTakt.
